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auf Gott hören

Autor: twagnerst 23.01.2010

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. (Offb. 2, 29)

Wer Ohren hat, der höre: als Jugendlicher habe ich mich immer gefragt, warum das so in Gottes Wort steht. Es ist doch unsinnig: wer sollte mit seinen Ohren nicht hören, wenn etwas gesagt wird, dazu sind Ohren doch schließlich da. Und wie sollte man auch sonst etwas hören wollen, wenn nicht mit den Ohren. Inzwischen bin ich etwas älter und habe selber (kleine) Kinder. Jetzt weiß ich, dass dieser Text nicht unsinnig ist, sondern mit gutem Grund in der Bibel steht. Wer kennt es denn nicht: eine Familie ist beim Einkaufen und das kleine Kind steht am Süßigkeitenregal und sagt: „Ich will“. Die Eltern können reden und tun was sie wollen, das Kind hört nicht. Das gleiche Erlebnis haben die Eltern, wenn des um das Aufräumen des Kinderzimmers geht. Die ersten Aufforderungen werden ignoriert, angedrohten Sanktionen wird mit anderen, wichtigeren Tätigkeiten begegnet, und wenn die Eltern ein aufgeräumtes Zimmer haben wollen, müssen sie es selbst machen. Wer Ohren hat, der höre. Offenbar geht es darum, dass wir das nicht hören, was wir nicht hören wollen. Aber es ist doch nicht einfach irgendjemand, der hier die Gemeinde, Gottes Kinder, also Dich und mich, anspricht - es ist Gott. Warum sollte ich nicht hören wollen, was Gott mir sagt? Wie viele Menschen wünschen sich doch genau das, dass Gott zu ihnen spricht. Aber bei den Kindern ist es auch so: was unbequem ist, wird überhört. Denken wir vielleicht deswegen so häufig, dass Gott zu unseren Zeiten nicht mehr mit und zu uns Menschen spricht? Machen wir doch einfach heute und morgen das Experiment: hören wir auf Gott und tun, was er uns sagt, auch wenn es uns unbequem erscheint - und lassen uns überraschen, was passiert, denn bei einem bin ich mir sicher: Gott meint es gut mit uns.

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