www.adventgemeinde-landshut.de / 7: Aktuelles > 19-09-01 Ein Tempel, um Gott zu begegnen
.

19-09-01 Ein Tempel, um Gott zu begegnen

Autor: caspar 01.09.2019

Daselbst will ich den Israeliten begegnen, und das Heiligtum wird geheiligt werden in meiner Herrlichkeit. 2. Mose 29,43

Gott kann uns überall begegnen, und so erlebte ich solch eine Begegnung im Behandlungsraum eines Physiotherapeuten. In einer Pause hatte ich Gelegenheit, das Schulterblatt an einem mannshohen Skelett zu betrachten. Es bestand – wie allseits bekannt – zum größten Teil aus einer Knochenplatte; aber an der Schmalseite gab es Einbuchtungen, Auswüchse und Kontaktpunkte zu anderen Knochen, zum Beispiel dem Schlüsselbein. Der Therapeut hatte Freude, meine Fragen zu beantworten, und erklärte mir, wie die wichtigsten Skelettmuskeln genau richtig daran befestigt sind, welche Bedeutung der Rabenschnabelfortsatz hat und wie das Schlüsselbein am Schulterblatt durch ein Gelenk Halt findet. Es gibt fünf solcher kleinen Gelenkpunkte, die der Gesamtkonstruktion einerseits elastische Beweglichkeit verleihen, gleichzeitig aber auch dem Oberarmknochen mit der Schultergelenkpfanne Zusammenhalt und Festigkeit geben. Dieser komplizierte, nach allen Seiten bewegliche Apparat wird durch Sehnen und Bänder stabilisiert, durch Blutgefäße versorgt und durch Nerven gesteuert – eine geniale Gesamtkonstruktion. Ich konnte über die sinnvolle Zweckmäßigkeit jedes einzelnen Bauteils nur staunen und mir wurde wieder einmal bewusst, wie bewundernswert unser Schöpfer ist. Seine Herrlichkeit war gegenwärtig. Das war an diesem Tag meine Begegnung mit Gott, durch die ich auch in meinem Glauben an das kommende Reich Gottes bestärkt wurde. Der Therapeut bewunderte die Funktion des Schultergelenks genauso wie ich. Als ich aber vom Schöpfer sprach, wurde er merklich stiller. Ich kannte seine selbst zusammengestellte Weltanschauung, die voller Fragezeichen war und ohne einen Schöpfer auskam. Der Schöpfer des Lebens und des Schultergelenks hat den Menschen nicht zum Tode geschaffen. Er schaut nicht hilflos zu, wie alles in einem sinnlosen Zerfall untergeht. Er hat durch sein eigenes Opfer die zum Tod führende Wirksamkeit der Bosheit unwirksam gemacht. Die Verheißungen einer vollkommenen und sündlosen Welt werden wahr werden. Harald Weigt

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

Dieser Artikel wurde bereits 30 mal angesehen.

Powered by Papoo 2016
521584 Besucher