„Mut für Morgen Kirche“ unterstützt Hospizverein Landshut e.V.
In den Räumen des Hospizvereins haben Pastor Gabriel Stein und Gemeindeleiter Albert Späth am 26. März, eine Spende von der Adventgemeinde Landshut an den 1. Vorsitzenden des Hospizvereins Landshut e.V., Kunibert Herzing übergeben.
Wenn früher die Oma im Bett liegen blieb, dann nahm die ganze Familie Anteil am Abschied vom Leben, sagt Kunibert Herzing, der 1. Vorsitzende des Hospizvereins Landshut. Der Tod gehörte früher zum Leben dazu.
Mit dem medizinischen Fortschritt in Diagnose und Therapie ist der Tod weiterhin gegenwärtig und die Medizin schaut ratlos dem Sterben zu. Doch viele Sterbende finden sich außerhalb der Gesellschaft. Das war einer der Beweggründe, weshalb sich 1996 schließlich auch in Landshut Menschen zu einem Verein zusammengeschlossen haben, um Menschen die Würde bis zum letzten Atemzug zu erhalten.
Seit 30 Jahren engagieren sich Menschen des Hospizvereins Landshut für Menschen, die dem Tod näher sind als dem Leben, und deren Angehörige.
Diese einfühlsame Arbeit beeindruckt auch den Kirchenrat der Adventgemeinde Landshut, die anlässlich des 150-jährigen Bestehens in Deutschland sich in diesem Jahr das Motto „Mut für Morgen Kirche" gegeben hat. So wurde die Sonderkollekte des Weihnachtsgottesdienstes der Adventgemeinde Landshut dem Hospizverein Landshut e.V. übergeben.
Neben den 9 Hauptamtlichen Koordinatoren, die über Krankenkassen refinanziert werden, zählt der Hospizverein 127 ehrenamtliche Hospizbegleiter, die Trost und Beistand geben, wenn dieser gewünscht wird. Diese Begleitung bieten sie unabhängig von einer Kostenübernahme durch die Versicherung des Sterbenden an. Dieser Beistand wird in den vier Kliniken der Stadt und des Landkreises geschenkt und bei Bedarf auch zu Hause. Darüber hinaus, so Kunibert Herzing, biete der Verein Informationsveranstaltungen zur Patientenverfügung, palliativ geriatrische Beratung und seit kurzem auch kultursensible Begleitung an.
Beeindruckt von der Leistung des Hospizvereins konnte Albert Späth, Leiter der Adventgemeinde Landshut, nur bitten, dass der Spendenbetrag wie bei dem Speisewunder von Jesus durch göttlichen Segen vervielfältigt wird und vielen Menschen Trost und Beistand durch die Mitarbeiter des Hospizvereins gegeben werden kann.
