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„Bedürfnisse erkennen“ – ein hilfreiches Seminar für den Umgang miteinander

Autor: OPa 03.02.2011

Was bedeutet es, die Bedürfnisse unserer Mitmenschen zu erkennen?

Und was bewirkt das in unserem Umgang miteinander?

Wenn Du hier weiterliest, erfährst Du, welche vielfältigen Bedürfnisse wir haben, und wie dieses Seminar dazu beitrug, diese einordnen und an unserem Nächsten erkennen zu können.

Am Nachmittag des 29. Januar 2011 fand in der Adventgemeinde Landshut ein Seminar zu dem Thema „Bedürfnisse erkennen“ statt, das von Heimatmissionsleiter Thomas Wagner durchgeführt wurde.

Nachdem Singen einiger thematisch passender Lieder eröffnete Thomas Wagner mit einem Gebet das Seminar. Zu Beginn wurde in einer Präsentation anhand der Bedürfnispyramide nach Maslow die Einteilung der menschlichen Bedürfnisse erläutert. In diesem Modell existieren fünf Stufen, die jeweils aufeinander aufbauen. Diese sind (jeweils mit Beispielen)

1.Physiologische Bedürfnisse (Schlaf, Nahrung, Wärme)

2.Sicherheit (Recht und Ordnung, festes Einkommen, Unterkunft)

3.Soziale Bedürfnisse (Familie, Freundeskreis, Liebe)

4.Individualbedürfnisse (Status, Wohlstand, private und berufl. Erfolge)

5.Selbstverwirklichung (Talententfaltung, Perfektion, Individualität).

Es wird angenommen, dass zur Erfüllung bestimmter Bedürfnisse erst die der jeweils darunterliegenden Stufe befriedigt sein müssen.

Um die Beziehung zwischen dem Verhalten einer Person und dem Erfüllen von Bedürfnissen kennenzulernen, wurden dann in Gruppenarbeit sechs von Thomas Wagner vorbereitete Situationen diskutiert und anschließend der ganzen Gruppe vorgestellt. So kann man sich zum Beispiel in unterschiedlicher Weise verhalten, wenn man ein Ehepaar mit einem kleinen Kind trifft. Versucht man, das Kind zu „knuddeln“, erfüllt man wohl sein eigenes Bedürfnis, mit dem Kind zu spielen und eventuell auch das Bedürfnis der Eltern nach Anerkennung. Andererseits wird das Bedürfnis des (kleinen) Kindes nach Sicherheit, die es bei den Eltern findet,vernachlässigt. Wenn man aber beispielsweise den Eltern einen Strampelanzug für ihr Kind schenkt, kann man die Bedürfnisse des Kindes nach Wärme erfüllen und die der Eltern nach Anerkennung. Für sich selbst erfüllt man die sozialen Bedürfnisse, indem man Freundschaften pflegt und erhält.

In einem weiteren Teil der Präsentation erklärte der Seminarleiter, wie die fünfte Stufe der Bedürfnispyramide, die Selbstverwirklichung, auch als „Transzendenz“ beschrieben werden kann. Diese „Suche nach Gott“ kann in vielen Situationen zum Ausdruck kommen. Ein Ziel der Missionsarbeit ist dabei auch das Erkennen solcher Situationen. In diesem Zusammenhang wurde das Buch „Der Herzensleser“ vorgestellt. Darin bekommt der Hauptcharakter die Fähigkeit, die (geistlichen) Bedürfnisse anderer Menschen zu hören, womit er aber zunächst wenig anfangen kann. Mit Hilfe eines befreundeten Pastors kann er diese Gabe jedoch anwenden, um anderen Menschen zu helfen. Er lernt schließlich, dass er allein durch ehrliches Interesse und Gespräche mit seinen Mitmenschen einen ersten Schritt machen kann, diese in ihrer Situation zu verstehen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Danach gab Thomas Wagner die Möglichkeit, in Zweiergruppen seine geistlichen Bedürfnisse mit dem Gegenüber zu teilen und dieses Gespräch in einem Gebet enden zu lassen.

Ein Lied aus dem Liederbuch „Leben aus der Quelle“ bildete schließlich den Abschluss dieses lehrreichen Nachmittags.

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