Wahrer Schutz kommt von Gott
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Ein Lied Salomos, zu singen auf dem Weg nach Jerusalem. Der Herr selbst muss das Haus bauen, sonst arbeiten die Bauleute vergeblich. Der Herr selbst muss die Stadt beschützen, sonst ist jede Wache umsonst. Psalm 127,1 (Gute Nachricht Bibel)
Ein Grundbedürfnis aller Menschen ist es, sicher zu leben. Wir sperren die Türen und Fenster zu, wenn wir die Wohnung verlassen, und sichern das Fahrrad mit einem Schloss oder das Auto durch eine Wegfahrsperre, während wir in ein Geschäft zum Einkaufen gehen. Öffentliche Plätze, Bahnhöfe, Banken und Museen werden durch Videokameras überwacht und Flughäfen oder militärische Objekte mit Mauern und Zäunen abgeriegelt. Soldaten bewachen und kontrollieren die Zugänge und die Polizei läuft Streife.
Doch immer wieder passieren Einbrüche und Banküberfälle oder Sicherheitsmaßnahmen erweisen sich als lückenhaft. So konnte, nach einem Radiobericht, im Frühjahr 2015 bei einer Routineinspektion am Frankfurter Flughafen durch EU-Kontrolleure jeder zweite Beamte unbemerkt eine Waffe an den Posten vorbeischmuggeln und im Sommer 2015 legte ein Hackerangriff das Datensystem des Deutschen Bundestages teil- und zeitweise lahm.
Menschliche Sicherheitsvorkehrungen weisen immer wieder Schlupflöcher auf. Schon Salomo wusste, dass ohne Gottes Schutz alle Maßnahmen unsererseits wenig nützen. Das wird in dem Lied, das wir als Psalm 127 kennen, deutlich. Auch wenn er Gott als den wahren Beschützer nennt, dürfen wir nicht naiv und blauäugig jegliche Vorsicht unterlassen, sonst ist vielleicht unsere Wohnung ausgeräumt oder unser Fahrzeug verschwunden.
Im Laufe der Jahrhunderte erlebten Menschen, die Gott vertrauten, dass er sie ohne Weiteres in schier aussichtslosen Situationen bewahrte. Elisa wurde beschützt, als ihn die Aramäer gefangen nehmen wollten (siehe 2 Kön 6,8 ff.), David erfuhr Hilfe, als er gegen Löwen, Bären oder den Riesen Goliath kämpfte (siehe 1 Sam 17,34.48-49), Daniel und seinen Freunden wurde gleich mehrfach geholfen (siehe Dan 1; 3; 6) und Petrus wurde durch einen Engel aus dem Gefängnis befreit (siehe Apg 12,3 ff.).
Unzählige haben bis heute erlebt, wie Gott ihnen geholfen hat, und auch wir dürfen dazugehören. Bitten wir ihn darum und vergessen wir nicht, „Danke“ zu sagen, wenn wir seinen Beistand erleben.
Günter Schlicke
© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung
Die hier wiedergegebene Andacht ist aus dem Andachtsbuch des Advent-Verlag Lüneburg entnommen. Die folgenden Links führen zu verschiedenen Versionen des aktuellen Andachtsbuchs: als Buch, als PDF.
